Absatz, Produktion, Marke

Die SolarWorld ist gut in das Jahr 2010 gestartet.

Unsere kumulierte Absatzmenge ist in den ersten drei Monaten um 22 Prozent auf 139 (1. Quartal 2009: 114) MW gestiegen. Dabei setzte sich der Trend zur Verlagerung auf das Handelsgeschäft mit Modulen und Bausätzen fort. In unserem Kernmarkt Deutschland entfachte die EEG-Debatte im 1. Quartal einen zusätzlichen starken Nachfragezug, von der die SolarWorld deutlich profitierte. Überaus stark gestaltete sich unser Geschäft ab März, nachdem der harte Winter im Januar und Februar den Absatz noch etwas verzögert hatte. In den anderen Märkten hat sich unser Absatz in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 ebenfalls positiv entwickelt: In Italien verlief das Geschäft für uns sehr stark; in Frankreich sind wir vor allem mit unserem Produkt Energiedach® weiterhin erfolgreich. Auch unser Geschäft in den USA hat in den ersten Monaten seit Jahresbeginn spürbar angezogen.

Unsere konzernweiten Produktionskapazitäten waren im 1. Quartal voll ausgelastet. Der massive Ausbau für den weiter wachsenden Endkundenmarkt verläuft nach Plan. Als vollintegrierter Konzern haben wir auch unsere Rohstoffversorgung mit Blick auf die nahe Zukunft gesichert: Gemeinsam mit der Qatar Foundation unterschrieb die SolarWorld AG einen Vertrag für die Gründung des Joint Ventures Qatar Solar Technologies (QST) mit Sitz im Emirat Katar. Ziel ist, dort eine neue Siliziumproduktion aufzubauen.   Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Voraussichtlich ab Ende 2012 werden wir so über eine ergänzende Rohstoffquelle für weitere Ausbaustufen verfügen.

Unser Absatzerfolg war auch im 1. Quartal nicht zuletzt der Erfolg einer starken Marke mit einem klaren Qualitätsversprechen. Dieses stand erneut im Mittelpunkt unserer Vertriebs- und Marketingaktivitäten, darunter internationale Messeauftritte. Im Februar wurde ein SolarWorld Produkt erneut als Testsieger im Modulertragstest der Fachzeitschrift Photon ausgezeichnet. Als erstes Unternehmen der Branche stattete die SolarWorld außerdem zum 1. Januar alle Module für 25 Jahre mit einer linearen Leistungsgarantie aus. Weiter gestützt wird unser Qualitätsversprechen durch den Nachweis der Ammoniakbeständigkeit des Schweizer Prüfinstitut SGS, ein Kaufargument für Kunden aus der Landwirtschaft. Auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit konnten wir unsere Position untermauern. Im März erhielt die SolarWorld in einem internationalen Nachhaltigkeitsvergleich in den USA die höchste Punktzahl unter den Herstellern kristalliner Solartechnologie. Die regierungs- und unternehmensunabhängige Umweltorganisation Silicon Valley Toxics Coalition (SVTC) bewertete dabei neben der Transparenz und der sozialen Verantwortung der Unternehmen die Nachhaltigkeit von Produktion und Lieferbeziehungen sowie den Verzicht auf den Einsatz umweltschädlicher Materialien.

Zugleich arbeiten wir auch 2010 unter Hochdruck daran, unsere Kosten zu senken. Dazu tragen der weitere Ausbau unserer Kapazitäten (Skaleneffekte) und die hochmodernen und immer effizienteren Fertigungsprozesse an allen Produktionsstandorten bei. Beispielgebend ist unsere neue Waferfertigung im Freiberger Industriegebiet Ost, deren erste Ausbaustufe mit 250 MW inzwischen mit voller Kapazität angelaufen ist. Die gesamte Prozesskette des Waferings ist hier auf einer Ebene untergebracht, was zu einer deutlich höheren Produktivität führt. Weitere Kostensenkungspotenziale liegen in unserer Forschung und Entwicklung. Im März wurde das Technologiezentrum in Freiberg in Betrieb genommen, sodass wir Innovationen noch effizienter als bisher direkt in die Produktion überführen können.  Konzernbericht 2009 / Innovationsbericht

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