Prognosebericht

Erwartetes gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft soll sich nach Expertenmeinung auch weiterhin nur langsam von den Auswirkungen der Finanzkrise erholen. Es gebe zwar eine grundlegende Positivtendenz, die Dynamik der Entwicklung soll jedoch in diesem und im kommenden Jahr geringer sein als im zweiten Halbjahr 2009. Dies gilt vor allem für die Industriestaaten. Grund dafür ist u.a., dass Konjunkturprogramme ausgelaufen sind und damit wichtige Impulse für eine schnellere Belebung wegfallen.

Für Deutschland gehen die Experten davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt 2010 um 1,5 Prozent und 2011 um 1,4 Prozent steigen wird. Mittelfristig haben sich aufgrund der Finanzkrise die Aussichten für die deutsche Wirtschaft verschlechtert. Erst 2013 soll das reale Bruttoinlandsprodukt wieder das Niveau von 2008 erreichen.

In den USA wird sich der Aufschwung nach Expertenmeinungen im Vergleich zum kräftigen Anstieg im 2. Halbjahr 2009 ebenfalls deutlich verlangsamen. Prognostiziert wird ein Wachstum von 2,8 Prozent im laufenden Jahr und rund zwei Prozent in 2011.

Besonders zögerlich wird sich Europa aus den Nachwirkungen der Krise lösen können. Die Wirtschaftsinstitute rechnen lediglich mit einem Wachstum von 0,9 Prozent im Jahr 2010, auch 2011 soll die Zuwachsrate nicht wesentlich höher ausfallen.

Dagegen werden sich die Schwellenländer weiter dynamisch entwickeln. Insgesamt soll der Welthandel 2010 um 2,9 Prozent und 2011 um 2,7 Prozent wachsen.

Nach wie vor bewerten führende Wirtschaftsforschungsinstitute die Risiken für die weitere konjunkturelle Entwicklung weltweit als hoch. Verstärkt wird diese Gefahr durch die wachsende Sorge um die Finanzen einzelner Staaten. Auch die Lage im Bankensektor bleibt nach wie vor schwierig, Dies könnte sowohl die Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten als auch die der Realwirtschaft negativ beeinflussen.

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